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Eschenholz stammt von der Esche (Fraxinus excelsior), die in weiten Teilen Europas heimisch ist. Unbehandelte Esche besitzt ursprünglich eine relativ helle weißlich-gelbe bis hellbraune Farbgebung und zeichnet sich durch ihre hohe Festigkeit, Zähigkeit und gute Bearbeitbarkeit aus. Die natürliche Dauerhaftigkeit von unbehandeltem Eschenholz ist gering und wird der Dauerhaftigkeitsklasse 5 zugeordnet. Durch eine thermische Modifikation wird die Dauerhaftigkeit jedoch deutlich verbessert. Thermisch modifizierte Esche – kurz Thermo-Esche – erreicht je nach Behandlungsverfahren eine sehr hohe Dauerhaftigkeit und wird häufig der Dauerhaftigkeitsklasse 1–2 zugeordnet. Thermo-Esche ist besonders dimensions- und formstabil und besitzt ein deutlich reduziertes Quell- und Schwindverhalten. Durch die thermische Behandlung verändert sich die ursprünglich helle Holzfarbe zu einem attraktiven tiefen Braunton. Zusammen mit der markanten, dekorativen Maserung und dem natürlichen Glanz entsteht eine besonders hochwertige und elegante Optik. Damit gehört Thermo-Esche zu den exklusiveren Thermoholzarten für moderne und hochwertige Anwendungen im Außenbereich.

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Thermo-Esche kann außerdem eine ressourcenschonende Wahl sein, insbesondere wenn das Ausgangsholz nachweislich aus nachhaltig bzw. verantwortungsvoll bewirtschafteten europäischen Wäldern stammt. Das Holz wird besonders gerne für hochwertige sichtbare Anwendungen eingesetzt und eignet sich unter anderem für Fassadenverkleidungen, Sichtschutzzäune, Gartentore, Überdachungen, Poolhäuser, Terrassen und Holzdecks. Wird Thermo-Esche unbehandelt im Außenbereich verwendet, vergraut die Oberfläche unter Einfluss von UV-Strahlung und Witterung mit der Zeit auf natürliche Weise. Diese Vergrauung betrifft hauptsächlich die Oberfläche und hat keinen negativen Einfluss auf die natürliche Dauerhaftigkeit des thermisch modifizierten Holzes.

Was ist Thermoholz?
Thermoholz ist thermisch modifiziertes Holz. Dabei wird das Holz bei hohen Temperaturen von über 180 °C und unter kontrollierten Bedingungen mit Wärme und Wasserdampf behandelt. Dem Holz werden während dieses Prozesses keine chemischen Holzschutzmittel zugesetzt. Durch die thermische Modifikation verändern sich die Eigenschaften des Holzes dauerhaft. Das Holz nimmt anschließend deutlich weniger Feuchtigkeit auf und besitzt ein wesentlich geringeres Quell- und Schwindverhalten. Dadurch ist Thermoholz dimensionsstabiler und widerstandsfähiger gegenüber holzzerstörenden Pilzen als unbehandeltes Holz. Gleichzeitig sinkt die Holzfeuchte deutlich und das Holz wird leichter. Die thermische Behandlung verleiht dem Holz außerdem seine charakteristische warme braune Farbgebung.

Die thermische Modifikation macht das Holz jedoch nicht mechanisch stärker. Im Gegenteil: Thermoholz ist etwas spröder und weniger elastisch als unbehandeltes Holz. Besonders bei dünnen Profilen, an den Stirnseiten und bei der Befestigung sollte daher sorgfältig gearbeitet werden. Wir empfehlen, Schraublöcher vorzubohren und geeignete Befestigungsmittel zu verwenden. Thermoholz kann nach der Herstellung einen charakteristischen, leicht rauchigen bzw. gerösteten Holzgeruch besitzen. Dieser Geruch nimmt mit der Zeit deutlich ab. Da für die thermische Modifikation keine chemischen Holzschutzmittel erforderlich sind und häufig schnell wachsende Holzarten wie Fichte und Kiefer verwendet werden, kann Thermoholz eine ressourcenschonende Alternative zu natürlich dauerhaften tropischen Holzarten sein.